Das Ziel einer nachhaltigen Sortimentsgestaltung im Bereich Fisch aus Wildfang streben wir anhand der folgenden Kriterien an:

  • den Ausschluss illegal gefangener Ware
  • kein Einsatz von Fischarten, die auf nationalen oder internationalen Artenschutzlisten als bedroht (threatened), gefährdet (endangered), stark gefährdet (critically endangered), geschützt (protected) oder zeitweise geschützt (moratorium species) gelistet sind
  • die Vermeidung von überfischten Fischbeständen
  • die Vermeidung von Fischarten aus kritischen Fanggebieten und Meeresschutzgebieten
  • eine Minimierung des Einsatzes besonders kritischer Fangmethoden (Grundschleppnetze, Ringwaden mit Fischsammlern (fish aggregation devices, FADs)
  • Ausschluss von Dynamit und Giften
  • die Reduktion des Beifangs auf ein Minimum
  • ein möglichst geringer Eingriff in Ökosysteme
  • die Einhaltung sozialer Mindeststandards auf allen Ebenen der Produktkette, d.h. vom Schiff über den Verarbeiter bis in die Filiale (siehe CR-Policy/ BSCI CoC) mit Hilfe unserer Lieferanten

Das Ziel einer nachhaltigen Sortimentsgestaltung im Bereich Fisch aus Aquakultur verfolgen wir anhand der folgenden Kriterien:

  • eine Reduktion negativer Auswirkungen auf (umliegende) Flora und Fauna
  • artgerechte Haltung und Bestandsdichte
  • kein Wildfang für Fütterungszwecke
  • strenge ökologische Richtlinien bei der Weiterverarbeitung
  • kein Besatz mit Eiern oder Jungtieren aus Wildfang
  • kein präventiver Einsatz von Chemikalien und Antibiotika
  • kein Einsatz von Wachstumsförderern und Hormonen
  • ein Entkommen der Zuchttiere aus den Anlagen wird ausgeschlossen
  • ein funktionierendes Fäkalien, Abfall- und Wassermanagement
  • keine Zucht genetisch veränderter Tiere und kein Einsatz von pflanzlichen Futtermitteln, die gentechnisch verändert wurden oder für deren Anbau Urwald zerstört wurde
  • die Einhaltung sozialer Mindeststandards auf allen Ebenen der Produktkette, d.h. vom Aquakulturbetrieb über den Verarbeiter bis in die Filiale (siehe CR-Policy/ BSCI CoC) mit Hilfe unserer Lieferanten

Keine gefährdeten Fischarten im Sortiment von ALDI SUISSE.

ALDI SUISSE hat sich zum Ziel gesetzt, besonders gefährdete Fischarten auszulisten.
So führen wir bspw. keinen Roten Thun. Darüber hinaus verzichten wir bewusst auf die folgenden Fischarten, sofern diese nicht aus MSC-zertifizierten Fischereien verfügbar sind: 

  • Aal
  • Heilbutt
  • Viktoriabarsch 
  • Dornhai (Schillerlocke)
  • Granatbarsch
  • Schellfisch
  • Seeteufel
  • Seezunge
  • Steinbeisser
  • Wolfsbarsch
  • gefährdete Thunfischarten (z. B. Gelber Thun, Grossaugen Thun, Roter Thun,...)

Auch im Bereich Tiernahrung verfolgen wir das Ziel, lediglich Produkte mit Fischarten anzubieten, die nicht als gefährdet gelten. 

Steigerung des Anteils an Fischprodukten aus nachhaltigen Fischereien und Zuchtbetrieben.

Alle weiteren Produkte aus unserem Sortiment sollen schrittweise nachhaltiger gestaltet werden. Wann immer es umsetzbar ist, stellen wir unser Fischangebot von gefährdeten auf nicht gefährdete Arten um. Ziel ist ein aktiver Ausbau des Angebotes an Meerestier- und Fischereiprodukten aus nachhaltig bewirtschafteten Fischereien und Zuchtbetrieben.

Die Umstellung auf Fischprodukte aus nachhaltiger Fischerei beinhaltet für uns konkret:

  • den Ausbau des Angebots an zertifizierten Produkten aus Aquakultur (Bio, GLOBALG.A.P., ASC)
  • den Ausbau des Angebots an zertifizierten Produkten aus Wildfang (MSC)
  • den Bezug von Fisch aus gesunden Beständen
  • es wird Fisch bevorzugt, der mit den folgenden schonenden Methoden gefangen wurde: 
  • Ringwaden ohne Fischsammler (FADs)
  • Handleinen und Langleinen mit speziellen Rund-Haken (Pole and Line)
  • Netze mit einer angepassten Maschenweite und moderne Technologien, die den Beifang von Jungtieren und anderen schützenswerten Tierarten (wie Haien, Schildkröten etc.) verhindern.

So wird ein hoher Anteil der Rohware für unsere Artikel „Thunfisch in Öl“ und „Thunfisch in Wasser“ bereits mit nachhaltigen Fangmethoden (Ringwade ohne FAD oder Pole and Line) gefangen.

Suche nach Alternativen.

Die Bewertung unseres Sortimentes erfolgt durch unabhängige Dritte sowie den Fachbereich CR (Corporate Responsibility) in enger Abstimmung mit dem Einkauf und unter der Berücksichtigung der Einschätzungen wissenschaftlicher Akteure sowie diverser NGOs.
Basierend auf dieser Bewertung wird für jeden kritischen Artikel überprüft, ob Alternativen zur Verfügung stehen, auf die ein Artikel umgestellt werden kann.
Der Bewertungsprozess wird jährlich aktualisiert, um sich verändernde Bedingungen berücksichtigen zu können.